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Andreas Tameling | Blog
6. Januar 2017

Variable Vergütung – ein Gewinn für alle

2016 ist bereits Vergangenheit – ein Jahr, das den meisten deutschen Augenoptikern erneut wachsende Umsätze beschert hat. Nicht wenige von ihnen konnten im Vergleich zum Vorjahr auch beim Absatz zulegen. Die Ergebnisse von Betriebsvergleichen zeigen, dass aktive und engagierte Unternehmen ihre Erträge nun das vierte Jahr in Folge auf Basis steigender Stückzahlen ausbauen konnten. Zwischen 2012 und 2016 liegt der Zuwachs insgesamt bei rund 20 Prozent.

Wenn es so schön bergauf geht, sind das natürlich allerbeste Voraussetzungen, um die eigenen Mitarbeiter über variable Vergütungsbestandteile an dieser Entwicklung teilhaben zu lassen. Gerade in Zeiten des Wachstums können sie mit diesem Instrument noch enger an das eigene Unternehmen gebunden werden. Zwar ist ein höheres Einkommen als Lohn und Motivation für Engagement und Einsatzbereitschaft allein niemals ausreichend. Stimmen zugleich die weichen Faktoren wie beispielsweise gutes Betriebsklima und Zusammenhalt im Team, gibt es für leistungsorientierte Mitarbeiter nur selten einen Grund, das Unternehmen zu verlassen.

Leider sieht die Wirklichkeit oftmals anders aus. Professionell gehandhabte variable Vergütung kommt in augenoptischen Einzelbetrieben nur äußerst selten zum Einsatz. Kollegen jedoch, die solche maßgeschneiderten Systeme konsequent einsetzen, freuen sich nicht nur über langfristig steigende Erträge, sondern profitieren auch von hoher Mitarbeiterzufriedenheit, die sich ganz automatisch auf Kunden überträgt. Unterdessen suchen viele Augenoptikunternehmen mit starren Gehaltsstrukturen und starker Mitarbeiterfluktuation händeringend nach gut ausgebildeten Fachkräften. Kein Wunder, wenn Mitarbeiter ihre Chance einer Einkommensverbesserung nur in einem Stellenwechsel sehen und den Betrieben dadurch verloren gehen – oftmals mit negativen Folgen für die Kundenbindung.

Erfahrungsgemäß halten diffuse Verlustängste die meisten Kollegen davon ab, ein variables Vergütungssystem einzuführen. Ohne realen Grund, denn wichtigste Voraussetzung ist das Win-Win-Prinzip. Ein individuell zugeschnittenes Modell schließt aus, dass es bei der Umsetzung Verlierer gibt. Vielmehr kommt variable Vergütung allen zugute – nicht nur den Mitarbeitern, sondern dem gesamten Unternehmen einschließlich Chef, Kunden und Partnern. Darüber hinaus liegt der Fokus nicht ausschließlich auf der Honorierung vergangener Erfolge. Der Blick ist zugleich nach vorn gerichtet, denn ein guter Ansatz sichert künftige Investitionen und eine fortschreitende Qualitätsentwickung. Ein weiterer Vorteil der variablen Vergütung zeigt sich für den Fall, dass es in einem Geschäftsjahr mal nicht so gut laufen sollte. In diesem Szenario fallen nur die leistungsbezogenen Vergütungsbestandteile entsprechend geringer aus – harte Einschnitte durch Festgehaltskürzungen oder gar Entlassungen müssen hingegen noch lange kein Thema sein.

Wie sich Leistungsprämien für Mitarbeiter zusammensetzen – das herauszufinden ist kein Hexenwerk. Bewährt hat sich eine Mischung aus qualitativen und quantitativen Kriterien, bei dessen Auswahl und Gewichtung selbstverständlich allen Beteiligten ein Mitspracherecht eingeräumt werden sollte. Chefs kommen auch über diesen Weg ihrer Führungsaufgabe nach, Mitarbeiter zu zielorientiert denkenden und handelnden Mit-Unternehmern zu entwickeln.

Da die Prognosen für die Augenoptik hierzulande weiterhin vielversprechend sind, ist es jetzt noch nicht zu spät, sich für die variable Vergütung zu entscheiden. Dies sollte vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels aber nicht auf die lange Bank geschoben werden. Denn nur die Unternehmen, die mit ihren Teams heute richtig aufgestellt sind, können kommende Wachstumschancen nutzen und künftige Potenziale ausschöpfen.

Sie finden das Thema interessant und hätten gern Beispiele, in welchen Unternehmen sich die variable Vergütung bewährt hat? Bitte nehmen Sie Kontakt mit mir auf, gern nenne ich Ihnen entsprechende Referenzen.