Profil

Beruflicher Werdegang

40 Jahre Augenoptik – die Stationen

Brillenträger bin ich seit dem 6. Lebensjahr – mein Bezug zur Augenoptik war damit schon in früher Kindheit hergestellt.

1976 – 1982

  • Ausbildung und erste Berufsjahre als Augenoptiker in Hannover, Hamburg und Berlin

1982 – 1985

  • Studium an der Hochschule Aalen und Abschluss als einer der ersten Diplom-Ingenieure (FH) für Augenoptik

1985 – 1994

  • Betriebsleiter in diversen augenoptischen Filial- und Familienunternehmen Norddeutschlands
  • Anwendungs- und Organisationsberater IT-Lösungen für Augenoptiker in Köln

1994 – 2015

  • Gründung der heutigen Tameling Consulting GmbH in Frechen bei Köln
  • Geschäftsführer, Berater und Coach mit insgesamt über 2.500 Beratungstagen

2016 – heute

  • Selbständiger Berater und Coach in Köln

Weiterbildung

  • Seminar Rhetorik und Kinesik bei Rolf H. Ruhleder Bad Harzburg (laut Wirtschaftswoche „Deutschlands bester und härtester Rhetoriktrainer“)
  • Seminare an der Akademie Bad Harzburg (Kreative Problemlösungstechniken, Fitnessmanagement und Leistungsoptimierung)
  • Seminare am Malik Management Zentrum St. Gallen/CH (Strategisches Marketing, Mentale und psychologische Führungsmethoden, Management von Konflikten)
  • Einjährige Ausbildung zum Systemischen Coach am Institut für Systemische Familientherapie, Supervision und Organisationsentwicklung (ifs) in Essen
  • Seminare und Workshops zur Gewaltfreien Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg
  • Seminar Resilienz – Innere Freiheit in Veränderungsprozessen bewahren bei Benedikt for Management im Kloster Bursfelde
  • Kongresse und Tagungen unter anderem beim Zukunftsinstitut Frankfurt/Main und Business Unusual Forum Münster

Wie alles begann

Meine Geschichte

Als ich vor 40 Jahren den Beruf des Augenoptikers erlernte, spornte mich die Vorstellung an, selbst ein eigenes Geschäft zu besitzen. Die vielseitigen und kreativen Tätigkeiten, der sehr persönliche Umgang mit Menschen, die wissenschaftlichen und handwerklichen Aspekte faszinierten und begeisterten mich so, dass kein anderes Ziel mehr in Frage kam.

Also lernte ich fleißig, arbeitete in unterschiedlichsten Betrieben und stellte durch das Studium in Aalen die letzten Weichen, um meine ursprüngliche Vorstellung in die Tat umzusetzen. Noch ein, zwei Jahre Erfahrungen als Betriebsleiter sammeln – dann wäre die Selbständigkeit zum Greifen nah.

Plötzlich kam alles anders

Ende der achtziger Jahre hielt die elektronische Datenverarbeitung Einzug in die Augenoptikgeschäfte. Damit deutete sich an, dass auch diese Branche vor einem radikalen Umbruch stand. Die Möglichkeiten waren faszinierend: Man konnte Auftragsdaten erfassen, Kunden per Direktwerbung ansprechen, seinen Einkauf gezielt steuern und viele nützliche Informationen für die Unternehmensführung gewinnen.

Nichts schien unmöglich. Doch im zwischenbetrieblichen Austausch mit anderen Kollegen stellte sich heraus, dass es nur wenige Chefs unter den Augenoptikern gab, die diese Vorteile nutzten.

Geburtsstunde von Tameling Consulting

Oder zu nutzen wussten. Das brachte uns auf die Idee, die Lücke zwischen den neuen technischen Möglichkeiten und dem anfangs geringen Nutzungsgrad der Anwendungen durch Unternehmens- und Organisationsberatung zu schließen.

Wir waren die Ersten, die das professionell auf den Weg brachten. Wir waren die Ersten, die wussten, was funktioniert – und was nicht. Und Augenoptiker, die wir mit unseren differenzierten Direktwerbeplänen ausstatteten, waren die Ersten, die sich damit erfolgreich gegen das Massenmarketing und die automatisierten Angebotssysteme der Filialisten zur Wehr setzten.

Strategische Planung gewinnt an Bedeutung

Die starke IT-Lastigkeit der Beratung in den Anfangsjahren von Tameling Consulting verringerte sich in der Folgezeit. Im Zuge der Marktpolarisierung – insbesondere nach der letzten Gesundheitsreform im Jahr 2004 – wurde schnell klar, dass strategisches Know-how für die Existenzsicherung der Einzelbetriebe an Bedeutung gewann. Spätestens jetzt mussten sich die Inhaber entscheiden: Stellen wir die Weichen entschlossen in Richtung Qualitätsführerschaft oder auf Substanz zehrendes Mitfahren in den Zügen preisaggressiver Groß- und Onlineanbieter?

Wer als Qualitätsführer von nun an gute Resultate erreichen wollte, achtete auf die weichen Faktoren: Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit vor Gewinnmaximierung. Neue Kompetenzen, mit denen wir uns zuallererst selbst befassen mussten, um sie dann unseren Kunden vermitteln zu können.

Zwischenfazit

In den von mir betreuten Augenoptikgeschäften blieben die vielerorts beklagten Stückzahlrückgänge der letzten Jahren eine Ausnahme. Moderat steigende Absatz- und Wertzuwächse bescheren der großen Mehrzahl so etwas wie eine goldene Epoche – von der ich hoffe, dass die Umfeldbedingungen sie noch lange begünstigen werden. Ziehe ich ganz persönlich eine Zwischenbilanz zu diesem Zeitpunkt, dann kann das Ergebnis sinnstiftender und erfüllender nicht sein.

Mein eigenes Augenoptikgeschäft habe ich indes bis heute nicht gegründet. Stattdessen half ich unzähligen Betrieben, erfolgreich und mit guter Zukunftsperspektive durch die Jahrzehnte zu steuern.

Und dafür setze ich mich auch künftig weiter ein: mit all meiner Energie, meinem Wissen, meiner Erfahrung und angespornt von der Faszination, den der Beruf auch heute noch auf mich ausübt – wie an dem Tag vor vierzig Jahren, als ich als Azubi das erste Mal meinen Ausbildungsbetrieb betrat.

Referenzen

Was meine Kunden sagen